Standortermittlung per GPS oder UHF-RFID – Technologien im Vergleich

Jeden Tag entwickelt sich die Ortungstechnologie weiter. GPS Ortungsgeräte sind längst Standard bei der Positionsbestimmung von Personen, Fahrzeugen und Gegenständen – mit einer Genauigkeit von bis zu 5 Metern. Doch reicht GPS allein aus, wenn es auf punktgenaue Lokalisierung ankommt?
Wie funktioniert Ortung per GPS?
GPS Ortungsgeräte empfangen Signale von Satelliten und berechnen daraus die exakte Position des Geräts. Die ermittelten Positionsdaten werden via Datentransfer auf einem Server gespeichert und von dort an den Endkunden weitergegeben. Die Genauigkeit liegt dabei üblicherweise bei bis zu 5 Metern – für die meisten Anwendungen in der Fahrzeug- und Flottenortung vollkommen ausreichend.
Was ist UHF-RFID Technologie?
UHF steht für Ultra-High-Frequency, RFID für radio-frequency identification. RFID bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mithilfe von Radiowellen.
RFID-Transponder können in verschiedenen Formen auftreten – als Aufkleber, Chip oder eingebettetes Modul. Entscheidend ist, dass das zugehörige Lesegerät eine Software (ein Mikroprogramm) enthält, die den eigentlichen Leseprozess steuert, sowie über eine Schnittstelle verfügt, die zu weiteren EDV-Systemen und Datenbanken führt. So lassen sich die erfassten Positionsdaten direkt in bestehende Logistik- und Verwaltungssysteme integrieren.
GPS und UHF-RFID in Kombination: 100 Prozent exakte Daten
In Verbindung mit GPS Ortungsgeräten schließt die UHF-RFID Technologie die letzte Informationslücke bei der Positionsbestimmung. Dr. Wilfried Weiss bringt es auf den Punkt:
„Die AutoID-Box schließt mit passiver UHF-RFID-Technologie die letzte Informationslücke bei der Positionsbestimmung von Aufliegern, da sie punktgenau lokalisieren kann und so eine 100-prozentige Transparenz in den Verladeprozessen realisiert."
Die Kombination beider Technologien liefert damit 100 Prozent exakte Positionsdaten – ein entscheidender Vorteil für jeden Betrieb, der auf zielgenaue Zulieferung, optimierte Verladeprozesse und minimierte Standzeiten angewiesen ist.
Wann lohnt sich die Kombination aus GPS und UHF-RFID?
Die reine GPS-Ortung deckt den Großteil aller Anforderungen in der Fahrzeug- und Flottenüberwachung zuverlässig ab. Die Ergänzung durch UHF-RFID ist besonders dann sinnvoll, wenn:
- Auflieger und Wechselbrücken punktgenau auf einem Betriebsgelände oder Terminal lokalisiert werden müssen
- Verladeprozesse lückenlos und automatisch dokumentiert werden sollen
- Transparenz in der Lieferkette auf dem letzten Meter entscheidend ist
- Standzeiten und Umschlagprozesse kontinuierlich optimiert werden sollen
Je genauere Daten ein Betrieb erhält, desto mehr spart er langfristig an Zeit und Kosten.
Fazit
GPS Ortungsgeräte bieten heute eine Genauigkeit von bis zu 5 Metern und sind für die meisten Ortungsaufgaben die ideale Lösung. Wer darüber hinaus punktgenaue Positionsbestimmung benötigt – etwa in der Logistik bei Aufliegern und Verladeprozessen – profitiert von der Kombination mit passiver UHF-RFID Technologie. Beide Technologien zusammen realisieren 100-prozentige Transparenz und legen die Grundlage für vollständig optimierte Betriebsabläufe.

